Testsieger im Sommerreifentest der Größe 205/55 R16 ist der Nokian Hakka Blue 3, der mit der Note 9,2 Gesamtsieger im Test wurde. Es verfügt über die kürzesten Bremswege bei Trockenheit und Nässe und ist am leisesten. Auch auf nasser Strecke zeigte der Reifen eine gute Performance und blieb beim direkten Aquaplaning im Mittelfeld. Insgesamt handelt es sich um einen Sommerreifen mit ausgewogenen Fahreigenschaften und bietet durch sein geringes Geräuschniveau einen angenehmen Fahrkomfort.
Den zweiten Platz belegte BFGoodrich mit einer Note von 9,0. Zwar schlug er Hankook, lag aber in allen Disziplinen nur zweimal vor ihm – auf der Rundstrecke und beim direkten Aquaplaning. Doch selbst das reichte, um ihn um 0,1 Punkte zu überholen. Der Reifen hat ein gutes Handling auf nasser Strecke und beim Aquaplaning hat er nicht nur Fulda geschlagen. Beim Bremsen konnte sie noch den dritten Platz behaupten. Die Zugehörigkeit zu Michelin lohnt sich, denn so profitiert auch BFGoodrich von den technischen Innovationen von Michelin.
Hankook hatte Pech, in keiner Disziplin den ersten Platz zu erreichen, was zu Punktabzug führte. Mit einer Punktzahl von 8,9 belegt er den dritten Platz. Er belegt in allen Tests die vorderen Plätze, auch bei der Lautstärke ist er der drittleiseste, was schon immer eine Schwäche von Hankook war. Allerdings besteht Verbesserungsbedarf beim Umgang mit Aquaplaning. Er landete auf dem letzten Platz, was keine gute Publicity ist. Insgesamt liefert Hankook jedoch eine sehr gute und ausgewogene Leistung, die jeder Autofahrer zu schätzen weiß.
Auf dem vierten Platz liegt Fulda Eco Control 2 mit 8,7 Punkten. Meistens blieb er im Mittelfeld, erreichte jedoch beim Aquaplaning die höchste Geschwindigkeit auf stillem Wasser und sicherte sich damit den ersten Platz in dieser geprüften Disziplin. Es hat mich nicht negativ überrascht, aber auch nicht positiv. Der Preis steht im Einklang mit der Leistung und die Zugehörigkeit zu GoodYear ist ein weiterer Pluspunkt für die Bewertung.
Yokohama, mit einer Note von 8,6 auf dem fünften Platz, wechselte sich bei den Tests mit Fulda ab. Sie saßen sich gegenseitig im Nacken, bis es in Yokohama zu Aquaplaning kam. Sie konnte Fulda nicht einholen und kam deshalb hinter ihr ins Ziel. Yokohama ist in unserem Land eine beliebte, vielleicht etwas unterschätzte Marke. Mit Hankook gibt es große Konkurrenz, aber mit mehr Marketingunterstützung könnte Hankook langsam aufholen. Yokohama hat einen guten Rollwiderstand, wodurch Autofahrer teuren Kraftstoff sparen können.
Sommerreifen von Gislaved sind in unserem Land nicht sehr bekannt. Mit 8,4 Punkten belegten sie im Test den sechsten Platz. Diese skandinavischen Reifen, die bereits zu Continental gehören, werden nur in einige Länder exportiert und von dort auch in der Slowakei zurückgekauft. Es überraschte positiv mit seiner Laufruhe und landete hinter Nokian auf dem zweiten Platz. In anderen Disziplinen war er eher in der zweiten Hälfte des Feldes zu finden. Seine Leistung ist jedoch ausgewogen und liegt im Mittelklasse-Bereich.
Wir haben uns gefreut, Barum-Reifen im Test zu sehen. Auch wenn sie mit der Wertnote 8,3 nur den siebten Platz belegte, konnte sie in einer Prüfung ein schönes Ergebnis erzielen. Die Rede ist von der Beherrschung des Aquaplanings, bei dem sie den zweiten Platz belegte. Auch unter lauten Bedingungen konnte es sich im Mittelfeld halten, in den anderen Tests schnitt es jedoch nicht besser ab. Seine Leistung ist budgetfreundlicher, der Preis jedoch günstiger als bei der Konkurrenz.
Der neuste Sommerreifen von MOMO richtet sich mit der Note 8,1 eher an Fahrer, die einen interessanten, wenig genutzten Reifen mit sportlicher Historie suchen. Sie konnte im Test nicht überzeugen, ihre Leistungen konnten nicht mit den anderen mithalten. Zwar überholte er Yokohama und Hankook beim Aquaplaning, doch andere negative Ergebnisse drückten ihn auf das letzte Platz der getesteten Acht. Auch der hohe Preis macht ihn nicht zu einem attraktiven Reifen.